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Lebenslauf

Martin Wettges MARTIN WETTGES, 1983 in Regensburg geboren, studierte Dirigieren am College-Conservatory of Music Cincinnati (USA) bei Prof. MARK GIBSON, an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Prof. UROŠ LAJOVIC sowie an der Hochschule für Musik und Theater München in der Klasse des Originalklang-Spezialisten Prof. BRUNO WEIL, wo er seine Ausbildung mit dem Meisterklassendiplom („mit Auszeichnung“) abschloss. Er war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, des Richard-Wagner Verbands, der Mark-Lothar Stiftung und der University of Cincinnati.
Martin Wettges dirigiert das Philharmonische Orchester Kapstadt, das Gewandhausorchester Leipzig, das Orquesta Sinfónica Nacional del Perú (Lima), das Münchner Rundfunkorchester und die Münchner Symphoniker, das Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz, das Philharmonische Orchester Coburg, die Philharmonie Bad Reichenhall, das Georgische Kammerorchester Ingolstadt, das Pro-Arte-Orchester Wien sowie das CCM Philharmonia Orchestra Cincinnati.
Seit 2009 ist er Musikdirektor und künstlerischer Leiter der Oper Mauritius, wo er die jahrhundertealte Operntradition mit Aufführungen u.a. von Les Pêcheurs de Perles und Carmen mit internationaler Sängerbesetzung erfolgreich wiederbelebte.
Er übernahm die musikalische Leitung von Neuproduktionen am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz (BRITTEN: Noye’s Fludde), an der Oper Graz (Rigoletto, III. Akt, ausgezeichnet mit dem ring.award 08), an der Oper Karlstad in Schweden (Rigoletto), am Landestheater Coburg (Les pêcheurs de perles), an der Bayerischen Theaterakademie August Everding (La Traviata) sowie beim Festival junger Künstler Bayreuth und den chinesischen Kulturtagen München (WANG AI QUN: Der Traum der roten Kammer, UA).
Engagements als Gastdirigent führten ihn an die Oper Leipzig (ROSSINI: Il turco in Italia), sowie als Assistenzdirigent an die Staatsoper unter den Linden Berlin, zur Münchner Biennale für neues Musiktheater (ENNO POPPE: Arbeit Nahrung Wohnung / Regie: ANNA VIEBROCK) sowie das Internationale Opernstudio Meran/Italien. Von 2004 bis 2006 war er als Korrepetitor am Freien Landestheater Bayern engagiert. Als Chordirektor der Bayerischen Theaterakademie August Everding am Prinzregententheater (seit 2006) übernahm er Einstudierungen für ULF SCHIRMER, das Münchner Kammerorchester, das Münchner Rundfunkorchester sowie das Theater Ingolstadt und das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth, u.a. mit dem Kinderchor der Bayerischen Staatsoper sowie den Extrachören des Staatstheaters am Gärtnerplatz und der Bayerischen Staatsoper.
Seit dem Wintersemester 2008 ist MARTIN WETTGES an der Hochschule für Musik und Theater München Lehrbeauftragter für Orchesterleitung. 2010/11 leitet er dort zudem die jährliche Produktion der Opernschule (HÄNDEL: Alcina mit dem Studio für historische Aufführungspraxis). Als Gastdozent arbeitete er für die Bayerische Singakademie des deutschen Musikrats.
Mit dem Dirigenten FLORIAN APPEL, dem Regisseur TOBIAS KRATZER und dem Bühnenbildner RAINER SELLMAIER verbindet ihn als „Team ATEF“ eine enge künstlerische Partnerschaft. (u.a. HÄNDEL: Admeto, Oper Leipzig)
WETTGES’ besonderes Engagement gilt zeitgenössischer und vergessener Musik: Als Mitglied der internationalen WALTER-BRAUNFELS-Gesellschaft engagiert er sich für die Wiederaufführung dessen kompositorischen Schaffens. Daneben dirigierte er Ur- und Erstaufführungen u.a. von CARL FILTSCH, ROBERT KRAMPE, HERMANN LEVI, ALFRED SCHNITTKE, ANNO SCHREIER und JOHANN RUDOLF ZUMSTEEG. Das von Wettges wiederentdeckte, rekonstruierte und herausgegebene Klavierkonzert des Parsifal-Uraufführungsdirigenten HERMANN LEVI brachte er 2008 zur ersten Wiederaufführung seit über eineinhalb Jahrhunderten. Im Rahmen des „United Nations Holocaust Remembrance Day Concert“ 2010 in Cincinnati dirigierte er Werke von LEVI und BRAUNFELS erstmals in Amerika.

„Ein eminent begabter, auf sanfte Weise entschiedener und durchsetzungsfähiger Dirigent.“ (JÜRGEN KESTING, Opernwelt 11/2009)
„The Cape Philharmonic sounded magnificent under Martin Wettges, playing with clarity and body.” (JONATHAN RICHMOND, Opera, December 2009)